Phalaenopsis, meine Leidenschaft.....
             Phalaenopsis,             meine Leidenschaft..... 

Mit wenig Aufwand sehr gutes bewirken........

Jeder hat "seins" wie er es macht und mir liegt es fern, dies in Frage zu stellen.

Ich habe auch "meins" und werde oft angeschrieben, wie ich dies, das oder jenes mache..............ob ich einen Tipp hätte. Warum also diese Erfahrungen nur hinter verschlossener Türe weitergeben?

 

Diese Rubrik soll nach und nach meine persönlichen Tipps aufzeigen, zum Wohle der Phalaenopsis, denn wir möchten ja, daß sie bei uns gedeiht.

Wenn es eisig kalt draußen wird......

.....und man sich dennoch mit dem Kauf einer blühenden Orchidee was gutes tun möchte..........

Gerade wenn die kalte Jahreszeit beginnt, werden besonders viele Orchideen im Handel angeboten. Teils herrschen tagsüber gerade mal plus 5 Grad oder noch weniger und der Wind ist eisig.

Wir steigen, warm angezogen aus dem warmen Auto aus, gehen über den Parkplatz um gemütlich zu shoppen. Danach hat der ein oder andere eine Orchidee gekauft und geht mit dieser zum Auto.

Ich sehe es so oft, daß sie nicht eingepackt sind, sondern so, wie sie auf dem Verkaufstisch standen, über den Parkplatz geschleppt werden.

 

Das dies absolut nicht gut ist für die vielen Knospen/Blüten, darüber denken die wenigsten nach. Und selbst die, die sie gerne in Einwickelpapier packen möchten, finden oft eine leere Rolle vor und denken sich "ach die paar Meter bis zum Auto".................spätestens nach 2 Tagen sorgen sich die Käufer, denn die Knospen vertrocknen einfach an den Rispen und fallen ab oder die Blüten hängen schlaff herunter.

Diese starken Temperaturunterschiede machen die wenigsten Orchideenblüten/Knospen mit, wenn man bedenkt, daß es im Einkaufscenter um die 20 Grad sind, draußen aber mal eben 15 Grad kühler oder noch weniger. Im Auto wird die Klimaheizung aufgedreht und schon sind es wieder über 20 Grad. Daheim wieder aus dem Auto raus in die Eiseskälte um dann wieder in die warme Wohnung zu kommen.......................was ein auf und ab.

Kaum jemand hat Blumeneinwickelpapier daheim, aber Mülltüten.

Das Problem an diesem Einwickelpapier ist auch oft, daß wenn man den Pflanztopf zum einwickeln hinlegt, ordentlich Substrat herausfällt.

Eine tolle Lösung ist, wenn man 2 Müllbeutel (mind. 35 L Volumen) ineinander steckt, um die gekaufte Orchidee hinein zustellen und oben zu zuziehen.

Die kalte Luft kommt nicht direkt einfach an die Pflanze/Knospe/Blüten, weil die warme Innenluft die Pflanze für eine gewisse Zeit schützt.

So kommt die Orchidee geschützt vor kalter Luft heil daheim an.

 

Platz für 2 zusammengefaltete Müllbeutel frisch von der Rolle hat jeder in seiner Winterjacke :))

Was auch recht wichtig ist, falls jemand sehr kalte Fensterbänke hat weil darunter evtl. keine Heizung ist: Auf die blanke Fensterbank eine mind. 1 cm dicke Styroporplatte legen. Dadurch wird die Kälte nicht ungehindert an den Pflanztopf weiter gegeben. Die Styroporplatte (ähnlich einer Isomatte) isoliert wunderbar gegen das Weiterleiten der Kälte in die Töpfe. 

Was häfig passiert, wenn die Töpfe zu kalt sind ist, daß die Wurzeln anfangen zu faulen, denn solch eine Kälte vertragen sie einfach nicht.

Wenn es rumschleimt.................

Fraßspuren einer Schnecke

Ein kleiner Alptraum, wenn man nach seinen Orchideen schaut und plötzlich solche Löcher entdeckt. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man die Schleimspur der Schnecke.

Sie zu finden, wenn es sich um ein ganz kleines Nacktschneckenexemplar handelt, gestaltet sich bisweilen sehr schwierig.................

Frische Salatgurke als Köder

Bestens geeignet sind frische Salatgurken, denen kaum eine Schnecke widerstehen kann. Ich kenne zumindest keine Schneckenart, die frische Salatgurke nicht liebt.

Ganz wichtig ist es, die frisch abgeschnittenen Salatgurkenscheiben erst ganz kurz vor der Dunkelheit auszulegen und morgens früh, wenn es erst langsam anfängt zu dämmern, wieder einzusammeln denn Schnecken sind nachtaktiv.

Tagsüber verstecken sie sich und nachts im Verborgenen geht es auf Futtersuche.

Junger Tigerschnegel an der Gurkenscheibe

Diese Nacktschnecke hat es mir wahrlich nicht leicht gemacht, fraß sich den Bauch voll und verschwand wieder. Morgens sammelte ich angefressene Gurkenscheiben ein.

Ich bin sonst viel kleinere Schnecken gewohnt, die sich schonmal in Mitbringsel aus dem Gewächshaus im Substrat befinden.

Mit diesem Kaliber habe ich allerdings nicht gerechnet und war fast erschrocken, als ich mit der Taschenlampe die Gurkenscheiben prüfte.

 

Normal "fängt" man Schnecken innerhalb der ersten Nacht, in der man die Köder auslegt. Diese hier foppte mich ein wenig, aber schlußendlich habe ich sie gefangen und meine Pflanzen vor größerem Schaden bewahren können.

Zum Thema "Schneckenkorn"

Ich vermeide Schneckenkorn, denn wer schonmal eine sich windende Schnecke gesehen hat, die förmlich auswässert, wenn sie von dem Korn gefressen hat, bzw. drüber gekrochen ist, der möchte diese ganze Sauerei nicht in seinem Topf haben wollen. Auch tauche ich meine Pflanzen und bei jedem tauchen würde ich mir mein Wasser ordentlich vergiften und müßte Gummihandschuhe tragen.

Lieber setze ich eine lebende Schnecke draußen im Garten aus, als zusammengezogene, ausgewässerte tote Schnecken einsammeln zu müssen.

Keine nassen Füße...............

Phalaenopsissämlinge in der Aufzuchtbox

Dieses Bild dient nur dazu, daß man weiß, worum es geht.

Wenn die kleinen Sämlinge, die nach dem entflaschen erstmal auf einem Sphagnumbett ordentlich gewachsen sind, vereinzelt in Töpfchen gepflanzt werden können, fragt sich so mancher, wohin nun mit den vielen Töpfchen und wie sollte man sie am besten weiter pflegen.

Es gibt für die empfindlichen jungen Pflänzchen nichts schlimmeres als ständig nasse "Füße", wenn sie erstmal richtige Wurzeln gemacht haben, die den trocken/nass Rythmus gewohnt sind. Nach dem wässern stehen sie oft 1-3Tage in einer nassen Pfütze und die zarten Wurzeln gammeln einfach weg.

Hier mein Tipp:

Ich benutze die Aufzuchtschale nach dem topfen der Sämlinge weiter.

Seramis Tongranulat (das Feine) gibt es mittlerweile in eigentlich jedem Supermarkt zu kaufen.

Der Schalenboden wird mit einer gut 1 cm dicken Schicht  Seramis

befüllt. Sie dient dazu, überschüssiges Wasser aus den frisch gewässerten Töpfchen aufzunehmen und nach und nach an die Luft wieder abzugeben (erhöhte Luftfeuchtigkeit direkt um die Pflänzchen herum).

So schlägt man 2 Fliegen mit einer Klappe. Das Töpfchen steht nicht in einer Wasserpfütze und das ans Seramis abgegebene Wasser verdunstet nach und nach und erhöht in unmittelbarer Nähe die Luftfeuchtigkeit, was widerum zum Wohle des Pflänzchens ist.

 

Dieses Seramis ist schon länger in Gebrauch und es ist komplett abgetrocknet. Sobald alle Töpfchen getaucht wurden und wieder in der Schale stehen, ist auch das ganze Seramis wieder feucht.

Und genau so kann man seine ganzen anderen kleinen und großen Töpfe vor nassen "Füßen" bewahren, denn das Seramis dient als Drainage.

Dennoch sollte der Topf direkt nach dem wässern kurz abtropfen gelassen werden, denn der Topf soll ja nicht in überwässertem Seramis schwimmen. Es dient lediglich dazu, das der Topf nicht in einer Wasserpfütze steht.

Orchideenblüten halten länger, wenn es in dem Raum nicht zu warm ist.

Gerade in den Wintermonaten, wenn die Heizung sehr hoch eingestellt ist, kommt ein enorm warmer Schwall nach oben, der dazu auch noch sehr trockene Luft beinhaltet.

Wer sehr mit trockner Luft zu kämpfen hat, sollte versuchen, die Luftfeuchtigkeit etwas zu erhöhen, was auch unserer Lunge zugute kommt. Es gibt extra für Heizungen Verdunsterbehältnisse, die immer wieder mit Wasser nachgefüllt werden.

Sehr trockene Zimmerluft ist nicht nur für Pflanzen ungesund, sondern auch für uns Menschen.

Meine Orchideen

Auf diesen Seiten möchte ich  Orchideenneulingen und Begeisterten einen kleinen Einblick in mein leidenschaftliches Hobby geben und sie an die als "schwer kultivierbar", verrufenen Pflanzen heranführen.

Viele sehen die Phalaenopsis nicht nur als "Einmalblüher" an und möchten ihr auch weiterhin eine gute Pflege zukommen lassen.

Aus gutem Grund lasse ich weitestgehend Fachbegriffe weg und bombardiere Anfänger und Interessierte nicht mit Dingen wie "wieviele Arten/Gattungen es gibt", "Wo die jeweilige Art/Gattung ursprünglich beheimatet ist", denn am wichtigsten und wesentlichsten ist doch, daß es unseren "Lieblingen" auf der heimatlichen Fensterbank gut geht.

Tauchen Sie ein in mein leidenschaftliches Hobby und profitieren Sie von meinen Erfahrungen.

Diese Homepage erweitere ich kontinuirlich, immer mal wieder reinschaun lohnt sich!

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