Phalaenopsis, meine Leidenschaft.....
Phalaenopsis, meine Leidenschaft.....

Tipps rund ums Umtopfen...........

Auf dieser Seite möchte ich nach und nach Tipps und Wichtiges einfügen, worauf man beim Umtopfen achten sollte und wie man zb. eine blühende Phalaenopsis am besten hält, während man mit ihr "rum hantiert".

Hybride, frisch umgetopft

Eines möchte ich vorweg sagen, daß ich JEDE neue Orchidee umtopfe, sobald sie bei mir einzieht.

Sehr oft erlebe ich es, daß sich mitten im Topf ein dicker, nasser Spagnum-Moospfropf befindet, der ewig braucht, bis daß er abgetrocknet ist.

Wen man das nicht weiß, gießt man seine neue Orchidee schön und wundert sich mit der Zeit, warum sie anfängt, im wahrsten Sinne des Wortes, schlapp zu machen. Oft ist es dann zu spät und die Wurzeln sind im Topf verfault.

Auch kann man ungewollter weise Ungeziefer mit nach Hause bringen, welches sich im Substrat versteckt. So habe ich auch schon kleine Gehäuseschnecken und Ohrenkneifer im Topf gehabt.

Da wir es aber mit lebenden Pflanzen zu tun haben, bleibt es auch nicht aus, das Leben im Topf herrscht.

 

 

Nur möchte ich auch sehr lange etwas von meiner Orchidee haben, deshalb wird sie sofort nach Erhalt aus und umgetopft. So kann ich mir auch ein aktuelles Bild der Wurzeln machen.

Hier habe ich ein super Beispiel, warum neu gekaufte Hybriden sofort umgetopft werden sollten. Im Inneren des Topfes, direkt unterm Stamm befindet sich ein treifend nasser Mooskern. Wenn man dies nicht weiß und seine Orchidee immer gießt, sobald die Rinde und Wurzeln trocken aussehen, bleibt der Mooskern immer nass und von innen her gammelt/fault alles weg.

Diese Mischung zwischen nassem Mooskern und Pinienrinde drum herum bedeutet unter anderem auch oft das Absterben der Pflanze.

 

Was anderes ist es, wenn man ganz fein zerkleinerte Moosflöckchen unters Substrat mischt, denn es trocknet mit dem Substrat gleichmäßig ab.

Viele haben Angst, eine blühende Orchidee um zutopfen. Aber lieber verliere ich evtl. ein paar Blüten als die ganze Pflanze, denn sie kann mir in vielen vielen Jahren noch etliches an Blüten schenken.

Wie fasse ich jetzt eine blühende, 2-rispige Phalaenopsis am besten an, die ich austopfen möchte bzw die ich soeben ausgetopft habe?

Der beste Griff ist dieser hier:

Da ich die Stäbe, an denen die Blütenrispen geklammert sind, beim umtopfen als sehr störend empfinde, mache ich sie vor dem Umtopfen ab.

Nun habe ich halt das Problem, daß die teils sehr dünnen, stark Blüten behangenen Rispen lose in der Gegend herum schwingen.

Damit mir keine Rispe aus Versehen abbricht, klemme ich die beiden Rispen einfach zwischen meine Finger der linken Hand (bei Linkshändern wäre es dann die rechte Hand) wie auf dem Foto gezeigt und kann wunderbar mit der rechten Hand an der Pflanze arbeiten.

Je nachdem, wie ich die Pflanze selbst richte, so richte ich auch immer mit Gefühl die linke Hand aus, so daß nichts abbrechen kann.

Genauso trage ich die Phalaenopsis auch wurzelnackt (ohne Topf+Substrat) durch die Wohnung. Die Pflanze baumelt an den 2 Rispen, welche ich vorsichtig in der Hand halte.

 

Da diese beiden Rispen auf dem Foto sehr dünn und dementsprechend biegsam sind, halte ich sie überkreuz.

Während ich die Pflanze eintopfe, halte ich die Rispen wie auf dem Foto zu sehn, in stabiler Lage. Gleichzeitig wird auch so die Pflanze fixiert.

Dieses "Überkreuz halten" mache ich aber nur bei recht dünnen Rispen.

Habe ich jetzt eine Phalaenopsis mit 2 kräftigeren Blütenrispen, nehme ich sie so in die Hand. So nimmt man übrigens auch eine Phalaenopsis vom "Wühltisch".

Genauso halte ich sie während des Austopfens. Falls jemandem dies zu umständlich ist, kann er sie selbstverständlich auch hinlegen. Nur vorsicht bitte wegen den blühenden Rispen.

Wichtig:

Wo wir gerade beim einfüllen des Substrates sind, so sollte tunlichst darauf geachtet werden, die Pflanze nicht zu tief ins Substrat ein zupflanzen. Die oberen Wurzeln, die aus dem grünen Stamm kommen, sollten unbedingt noch zu sehn sein.

Topft man eine Orchidee zu tief ein und sogar die unteren Blattansätze verschwinden schon im Substrat, ist eine Stammfäule schon fast vorprogrammiert, was das Ende der ganzen Pflanze bedeutet.

Wann sollte umgetopft werden, wenn ich die Phalaenopsis schon länger habe?

Spätestens, wenn der Pflanztopf so wie auf dem Bild aussieht, sollte umgetopft werden. Das Substrat wird nach oben rausgedrückt, weil sich der Topf immer mehr mit Wurzelmasse füllt. ich werde es demnächst mal in Angriff nehmen, ziere mich aber bisher noch erfolgreich dagegen, weil ich weiß, daß ich den Topf auseinander schnibbeln darf. Er ist steinhart mittlerweile.

Die Luftwurzeln kommen einfach mit in den neuen größeren Topf und werden von mir NICHT abgeschnitten!

Auch hier sieht man vor lauter Wurzeln das Substrat nicht mehr und ich warte nur noch drauf, daß der Topf aufplatzt, da er dem Druck der immer mehr werdenden Wurzeln nicht mehr stand hält. Ich muß mir echt Zeit nehmen, und den Beiden mal einen etwas größeren Topf spendieren.

 

Nun liest/hört man immer wieder, daß manche hergehen, und die gesunde Wurzelmasse um bis zur Hälfte komplett entfernen, sprich abschneiden.

 

 

Ich bin (und bleibe es auch) ein absoluter Gegner dieser Praktiken, gesunde Wurzeln einfach ab zuschneiden, es sei denn, es gibt einen trifftigen Grund dafür. Gründe wie den selben Topf wieder verwenden zu können oder aus Platzersparnis lasse ich nicht gelten, denn gesunde Wurzeln werden gebraucht, sonst gäbe es sie nicht.

 

Orchideen mit sehr vielen gesunden Wurzeln können sehr üppig und ausladend werden und haben auch keine Probleme, mehrere Blütenrispen zu versorgen. Sie sind top fit.

 

Hat eine Phalaenopsis sehr viele lange Luftwurzeln bekommen, welche recht starr und unbiegsam sind, so rate ich dazu, die ausgetopfte Phal, bzw ihren Wurzelbaallen samt Luftwurzeln ein lauwarmes Wasserbad in einer Schüssel zu gönnen. So werden die Luftwurzeln besser biegsam und brechen nicht so schnell beim wieder eintopfen.

 

Sollte dennoch eine Wurzel brechen, so ist es kein Beinbruch, solange der Leitfaden,der mittig durch die ganze Wurzel verläuft, nicht mit abreißt. Falls eine Wurzel bricht, die eingetopfte Pflanze ca. 2 Tage nicht gießen, damit die Wunde abtrocknen kann.

Damit man überhaupt weiß, wovon ich spreche, habe ich hier bei einer Luftwurzel mal den "Leitfaden" frei gepiddelt. Er ist überaus reißfest und es braucht schon eine gewisse Kraft, ihn zu zerreißen. Solange dieser ganz ist/bleibt, ist die Wurzel weiterhin aktiv und wächst auch weiter.

TIPP: 

Erst umtopfen, wenn das Substrat im umzutopfenden Pflanzgefäß trocken ist, denn sehr feuchtes oder noch nasses Substrat ist sehr "anhänglich".

Durchsichtig oder nicht, das ist hier die Frage.......und warum?

Immer wieder höre, bzw. lese ich die Frage, welcher Pflanztopf besser sei, Durchsichtiger oder Undurchsichtiger oder warum generell ein Durchsichtiger einem Undurchsichtigen vorzuziehen sei.

 

Diese Frage beantwortet schon das Foto. Ein durchsichtiger Pflanztopf gibt mir preis, was ich sonst nur vermuten könnte, nämlich das Wurzelwachstum! Ich kann herrlich das rege Wurzelwachstum beobachten und solange diese gesund aussehen und den Topf langsam aber stetig durchwurzeln, geht es auch der Pflanze gut.

 

Auch das Substrat behalte ich so perfekt im Auge und sehe, ob es gut abgetrocknet ist und ich wieder wässern kann/sollte. Das Augenmerk sollte NIE nur auf die Pflanze gerichtet sein. Macht die Orchidee schlapp ist der Blick auf die Wurzeln Pflicht! Durch solche undurchsichtigen Töpfe ist man immer im Bilde, was IM Topf abgeht und kann im Zweifelsfall gleich handeln.

 

Was ist ein "Zweifelsfall"? Wenn ich z.B. verfaulte, gammlige Wurzeln sehe oder aber es sind zwar etliche Wurzeln vorhanden, aber absolut kein Wurzelwachstum. Wenn sich das Substrat am zersetzen ist und wie Kaffeesatz aussieht, ist dringender Handlungsbedarf in Form von umtopfen in frisches Substrat gefragt.

Vandeen Pflanztopf

Eine gesunde Orchidee, wie hier meine Vanda, durchwurzelt ihren Topf gerne. Der Wässerungsrythmus stimmt und die Pflanze fühlt sich sehr wohl. Sie zeigt es durch regen Wurzelwachstums.

Warum schreibe ich, daß eine Orchidee ihren Pflanztopf "gerne" durchwurzelt? Weil falsche Pflege nicht selten dazu führt, daß sie nur noch oberirdisch Wurzeln wachsen lässt. Im Topf ist durch Überwässerung alles verfault und vergammelt, aber die Orchidee will leben. So wachsen nur noch die "Luftwurzeln"* in rauhen Mengen, aber der Topf ist wurzellos.

Es ist ein schwerer Kulturfehler und nur ein umtopfen und richtige Pflege helfen der Pflanze, wieder den Weg in den Topf zu finden.

*= Den Namen Luftwurzeln haben wir ihnen gegeben, aber es sind genau solche Wurzeln wie im Topf

Reges Wurzelwachstum erkennt man bei Orchideen an hellgrünen (bisweilen auch hellrosa) Wurzelspitzen.

Wenn sich absolut nichts dahingehend tut, stimmt etwas nicht.

Und wenn mir wieder was wichtiges einfällt zum Thema Umtopfen oder ich Tipps habe, stelle ich es hier ein :))....da gibt es sicher noch einiges......

Meine Orchideen

Auf diesen Seiten möchte ich  Orchideenneulingen und Begeisterten einen kleinen Einblick in mein leidenschaftliches Hobby geben und sie an die als "schwer kultivierbar", verrufenen Pflanzen heranführen.

Viele sehen die Phalaenopsis nicht nur als "Einmalblüher" an und möchten ihr auch weiterhin eine gute Pflege zukommen lassen.

Aus gutem Grund lasse ich weitestgehend Fachbegriffe weg und bombardiere Anfänger und Interessierte nicht mit Dingen wie "wieviele Arten/Gattungen es gibt", "Wo die jeweilige Art/Gattung ursprünglich beheimatet ist", denn am wichtigsten und wesentlichsten ist doch, daß es unseren "Lieblingen" auf der heimatlichen Fensterbank gut geht.

Tauchen Sie ein in mein leidenschaftliches Hobby und profitieren Sie von meinen Erfahrungen.

Diese Homepage erweitere ich kontinuirlich, immer mal wieder reinschaun lohnt sich!

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