Phalaenopsis, meine Leidenschaft.....
Phalaenopsis, meine Leidenschaft.....

Schildläuse erkennen................

Sie sind klein (0,5-5 mm) und durch ihre verschiedenen Wachstumsstadien teilweise kaum ausfindig zumachen. Sie leben verborgen und bewegen sich so gut wie nicht und wenn, dann nur äußerst langsam. So fallen sie uns praktisch kaum oder gar nicht auf. Oft beachten wir sie erst, wenn sie Überhand nehmen und sich ihre Population deutlich vergrößert hat. Auch wenn die Pflanze anfängt zu schwächeln, gehen wir der Sache meist dann erst auf den grund, WARUM sie schlapp macht. Ein Hinweis sind auch klebrige Honigtautröpfchen, die von den Läusen überschüssigerweise abgesondert werden.

Schildlaus am Blütenstengel, stark vergrößert (3 Wachstumsstadien)

Wer schaut sich die schönen Phalaenopsisblüten schon gerne von hinten an...............sollte man aber öfters mal, denn Schildläuse lieben "unbeobachtete" Plätze, wo sie mit einer Art Stachel die Zellen anstechen und den Pflanzensaft aussaugen. Gleichzeitig wird unter anderem Pilzen und Viren das Tor geöffnet, welche somit leicht in die Pflanze eindringen können. Oft sind saugende Schädlinge der Auslöser für Krankheiten an der Pflanze.

Noch recht junge Schildlaus

Vom Ei bis zur adulten Laus durchleben sie verschiedene Stadien und sind mit bloßem Auge manchmal nicht direkt aus zumachen. Es gibt aber auch lebend gebärende Schildläuse. Deshalb sollte man nie ein festsitzendes Schild einfach mit dem Fingernagel abkratzen/anheben, denn man läuft Gefahr, dann "die Brut" frei zulassen.

junge Schildlaus am Blütenstiel, stark vergrößert

Frech sitzt die junge Schildlaus am Blütenstiel und bewegt sich nicht. Dadurch, daß ihr Schild noch sehr weich und fast durchsichtig scheint, fällt sie so gut wie nicht auf und wird sehr leicht übersehen.

Einzig, wenn sich Licht auf ihrem weichen Panzer spiegelt, wie auf dem Foto, nimmt man sie richtig wahr.

Ganz junge Schildlaus, sehr gut versteckt unter einem Blatt an der Mittelblattader, sehr stark vergrößert.

Schildläuse entziehen der Pflanze nicht nur wichtige Nährstoffe, manche Schildlausarten geben auch giftige Stoffe an die Pflanze ab, was sie weiter schwächt. Unternimmt man nichts gegen die Schädlinge, geht die Pflanze früher oder später ein.

Auch klebrige Honigtautröpfchen an den Blättern, Blüten, Stengeln und unter dem Platz, wo die Orchidee steht, können ein Indiz für Schädlingsbefall sein.

adulte Schildlaus, sehr sehr stark vergrößert

Diese erwachsene Schildlaus hat einen festen Panzer. Aber dadurch, daß sie sich nicht oder kaum bewegt und dazu noch sehr gerne versteckt unterm Blatt lebt, übersieht man sie sehr gerne. Manche Orchideen haben schonmal braune ganz kleine Wölbungen, die wie Pickelchen aussehen.

Man sollte eine Lupe nehmen, und sich diesen "Pickel" genau ansehn. Diese natürliche Wölbung geht fließend über, nicht aber der Panzer der Schildlaus. Man sieht es richtig, nimmt man eine Lupe zur Hand.

Bitte nie ein Schildlausschild zur Bekämpfung einfach abkratzen, denn man läuft sehr große Gefahr, die Brut dadurch "zu befreien".

Manche glauben wirklich, durch absammeln der sichtbaren Schädlinge wie Schild/Schmier und Wolllaus diese im Griff zuhaben. Ein fataler Irrglaube. So "züchtet" man sich seine Gäste immer schön weiter, während die Pflanze immer mehr geschwächt wird.

"Ich sehe keine mehr, also sind auch keine mehr da", denken sich die Leute, während sich die Schädlinge in verborgenen Ritzen schön weiter vermehren..............

...ganz unscheinbar sitzt sie unterm Blatt..........

Hin und wieder sollte man sich seine Orchideen ganz genau ansehn, nicht nur die Blütenpracht genießen. Hebt auch mal ab und an die Blätter an, schaut sie Euch genau an. Klar sehen die Blüten von vorne am schönsten aus, aber man sollte sie sich, der ganzen Pflanze zuliebe, auch mal rückseitig ansehen. Mit Hilfe einer guten Lupe geht dies richtig gut. Zwischen den Blütenblättern sitzen auch gerne mal Wolllaus & Co.

Auf die Frage, woher diese Schädlinge "plötzlich" kommen, kann ich nur sagen, daß man sie sich meist mit einem Neukauf einschleppt.

Da sie sehr gute Versteckungskünstler sind und sich lieber im Verborgenen aufhalten, übersieht man sie beim Kauf einer neuen Orchidee zu schnell (da man ja auch in die ein oder andere Blüte verliebt ist und meist nur da rauf schaut) und diese "Begleitschaft" dann daheim auf die Nachbarpflanzen über greift.

Man nimmt sie sehr oft erst dann wahr, wenn die Population einen gewissen Grad überschritten hat.

 

Nehmt Euch ab und an die Zeit und überprüft Eure Pflanzen auf Schädlingsbefall. Wie sie aussehen, habe ich bildlich dokumentiert.

Habt Ihr Schädlingsbefall, dann googelt nach geeigneten Maßnahmen, um diese Schädlinge wieder los zuwerden (Eingabe z.B. "Phalaenopsis Wolllausbefall" oder "Phalaenopsis Schildlausbefall").

Einfach nur absammeln bringt überhaupt nichts. Es gibt natürliche Mittel und chemische Mittel zur Bekämpfung. Aber ein absammeln von den Tierchen, die man augenscheinlich sieht, ist nur ein hinauszögern, aber kein bekämpfen.

Meine Orchideen

Auf diesen Seiten möchte ich  Orchideenneulingen und Begeisterten einen kleinen Einblick in mein leidenschaftliches Hobby geben und sie an die als "schwer kultivierbar", verrufenen Pflanzen heranführen.

Viele sehen die Phalaenopsis nicht nur als "Einmalblüher" an und möchten ihr auch weiterhin eine gute Pflege zukommen lassen.

Aus gutem Grund lasse ich weitestgehend Fachbegriffe weg und bombardiere Anfänger und Interessierte nicht mit Dingen wie "wieviele Arten/Gattungen es gibt", "Wo die jeweilige Art/Gattung ursprünglich beheimatet ist", denn am wichtigsten und wesentlichsten ist doch, daß es unseren "Lieblingen" auf der heimatlichen Fensterbank gut geht.

Tauchen Sie ein in mein leidenschaftliches Hobby und profitieren Sie von meinen Erfahrungen.

Diese Homepage erweitere ich kontinuirlich, immer mal wieder reinschaun lohnt sich!

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