Phalaenopsis, meine Leidenschaft.....
Phalaenopsis, meine Leidenschaft.....

Thripsbefall, zügiges handeln ist gefragt!

Gerade in den Sommermonaten "gedeihen" die Thripse sehr und kaum, daß man sich versieht, hat man sie sich oft beim Kauf mit in die Wohnung geschleppt.

 

Ich sage immer wieder: Wenn man sich beim einkaufen in eine Blüte der Phalaenopsis verliebt, ist es Pflicht, sich nicht nur auf die schöne Blüte zu versteifen, sondern sich die Pflanze im Ganzen an zusehen!

 

Sehr wichtig ist:

Sich die Blüten von der Rückseite anschauen (auch zwischen den überlappenden Blütenblättern)

 

Es gibt speziell bei der Phalaenopsis 2 Arten von Thripsbefall. Die jenigen, die sich vornehmlich in den Blüten und an den Rispenspitzen vergnügen. Sie sind ganz dunkel bis schwarz und wirklich sehr klein. Sie erinnern sehr stark an diese Gewittertierchen, nur sind sie schmaler und glänzen nicht so.

 

Dann gibt es die hellgrauen Thripse, die das Herz der Phalaenopsis erobern. Sie lieben die sich gerade neu bildenden weichen Blätter und schädigen nachhaltig die Herzregion der Phalaenopsis, wird ihnen nicht der Garaus gemacht.

 

Diese Schädlinge lassen sich nicht so einfach vertreiben und es ist sehr schwer, sie zu bekämpfen. Einmal ein Giftmittel spritzen reicht nicht. Es muß in mind. 7 tägigen Abstand wiederholt gründlich behandelt werden, bis zu dreimal in den Abständen.

 

Haben sich Thripse in den Blüten eingenistet, kann ich nur dringend empfehlen, die Blüten ab zuknipsen, so weh es einem auch tut. Sonst wird man ihnen nicht Herr. Außerdem würden die Blüten beim spritzen eh eingehen. Möchte man sehr lange etwas von seiner Orchidee haben, wird man es übers Herz bringen, und die ganzen Blüten abmachen.

Wie erkenne ich einen Thripsenbefall an den Blüten oder im Herzen der Orchidee?

 

Die Blütenblätter sehen aus, als wären auf ihnen kleine Gänge eingefräst. Frisch sieht man sie kaum aber einen Tag später erkennt man sie schon weitaus besser, da sie dann meist eine hellbraune Umrandung haben.

Beim Herzen muß man oft genauer hinsehen. Auch bei ihnen sieht es aus, als wären kleine Gänge hinein gefräst worden. Da die Thripse oft sehr tief im Herzen sitzen und dort ihr Unwesen treiben, übersieht man es zu oft und heras wächst ein Krüppelblatt, wenn überhaupt noch etwas heraus wächst.

 

Dieses Schadbild wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt (danke Lilly)

Hier sieht man sehr gut einen akuten Befall. Auch die Blütenblätter sind teilweise ausgefranst. Wenn man eine Phalaenopsis mit solchen Blüten sieht, bitte stehn lassen!

Auch wenn man die Blüten eigentlich noch so schön findet!

Zur Verfügung gestellt von Lilly

Die Rückseite der Blüte offenbart, wer sich hier an den Blüten zu schaffen macht! Thripse können, unbehandelt (wie jeder Schädling) zum Verlust der ganzen Pflanze führen. Deshalb darf man einen Schädlingsbefall NIE auf die leichte Schulter nehmen!

Herzregion der Phalaenopsis (Bild zur Verfügung gestellt von Lilly)

Thripse setzen sich auch sehr gerne direkt im Herzen der Phal. fest und schädigen diese unwiderruflich, wird nicht umgehend gehandelt.

Es ist sehr wichtig, das Gift auch tropfnass ins Herz zu sprühen, mehrere Minuten einwirken zu lassen und dann überschüssige Flüssigkeit mit einem trockenen Zewa ab zutupfen.

Zur Verfügung gestellt von Lilly

Da bei dieser Phalaenopsis bei Schadsichtung SOFORT reagiert wurde, konnte umgehend behandelt werden und somit wurde schlimmeres verhindert. Der Altschaden wächst langsam heraus und gesundes Grün kommt nach..

Hat man sich trotz großer Vorsicht diese Schädlinge eingefangen, sollte man nicht zögern und umgehend mit der Behandlung anfangen.

Steht die Phalaenopsis in voller Blüte oder ist knospig, kann ich nur empfehlen, die Blüten und die Knospen zu entfernen, denn dort verstecken sich Thripse zu gerne.

 

Ferner sollte mindestens zweimal im Abstand von 7 Tagen behandelt werden. Besser ist sogar eine dreimalige Behandlung in 7 tägigen Abständen.

Thripse sind wirklich nicht leicht zu bekämpfen. Stehen mehrere Pflanzen in einem Raum, so sollten zwingend diese auch mit behandelt werden, denn ein übergreifen der Schädlinge auf Nachbarpflanzen ist nicht auszuschließen.

Meine Orchideen

Auf diesen Seiten möchte ich  Orchideenneulingen und Begeisterten einen kleinen Einblick in mein leidenschaftliches Hobby geben und sie an die als "schwer kultivierbar", verrufenen Pflanzen heranführen.

Viele sehen die Phalaenopsis nicht nur als "Einmalblüher" an und möchten ihr auch weiterhin eine gute Pflege zukommen lassen.

Aus gutem Grund lasse ich weitestgehend Fachbegriffe weg und bombardiere Anfänger und Interessierte nicht mit Dingen wie "wieviele Arten/Gattungen es gibt", "Wo die jeweilige Art/Gattung ursprünglich beheimatet ist", denn am wichtigsten und wesentlichsten ist doch, daß es unseren "Lieblingen" auf der heimatlichen Fensterbank gut geht.

Tauchen Sie ein in mein leidenschaftliches Hobby und profitieren Sie von meinen Erfahrungen.

Diese Homepage erweitere ich kontinuirlich, immer mal wieder reinschaun lohnt sich!

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